Meditation

•Februar 11, 2009 • 2 Kommentare

Kurz nach meinen Ferien in Deutschland hatte ich zwei Wochen später schon wieder Ferien. Ich wollte eigentlich hoch in den Norden um das Nordlicht zu sehen, doch sollte das Wetter eher aus Regen bestehen und nicht aus dem von mir gewünschten Schnee. Hinzu kam noch das ich nicht die nötige Ausrüstung hatte und nicht das nötige Kleingeld. Da die Flüge dort hin echt teuer sind. Die Erfahrung für eine Schneeexpedition in den Berge fehlte auch auch und außerdem war ich auch noch allein, was hätte tödlich( laut den Norwegern, die ich gefragt hatte) enden können. Ich musste mir also eingestehen, das ich mal wieder zu eifrig war und so musste ich kurz alle meine Pläne die ich mir so schön in meinen Kopf ausgedacht hatte, um schmeißen. 054

Doch ließen die Ideen nicht lange auf sich warten, und so machte ich mich mit ausreichender Ernährung und warmer Kleidung am Sonntag den 21.1 auf den nächsten Berg in der Umgebung von Hogganvk. Dort Übernachtete ich in einer kleinen Hütte ohne Strom und fließend Wasser. Es kamen an einem Abend noch zwei weitere Co-worker für die Nacht in die Hütte, sonst war ich die drei Tage allein. Vielleicht ist es für viele unverständlich, was man so ohne Technik so macht, um sich nicht zu langweilen. 066

Ich machte Tagsüber Wanderung durch die Landschaft rund um Hogganvik. Ich kletterte auf Berge und genoss die Aussicht auf den Fjord. Machte Pause unter Felsvorhängen, sah die schönsten Orte für 013Sommerhäuser und erfreute mich über den Sonnenuntergang am Fuße des Fjords. Am letzten Tag hatte ich dann noch mal wieder richtig viel Glück den es fiel den ganzen Tag über Schnee und er blieb nur auf den Bergen liegen. Das hieß natürlich, dass ich am letzten Tag durch den Schnee wandern konnte. Ich stieg also noch ein wenig höher auf den Berg und gelangte so zu einem Bergplateau, von dem ich den nächsten Berg sehen konnte. Mein Ehrgeiz packte mich ich wollte unbedingt zu diesem Koloss gelangen. Und wieder einmal war ich zu eifrig, denn die Entfernung die ich vom Plateau geschätzt hatte entsprach natürlich nicht der wirklichen, und so fing es langsam an zu 019dämmern und tauchte die Landschaft in ein dunkel blau. Ich musste mich also auf den Rückweg machen. Doch ich hatte mich durch die Tundravegetation geschlagen und war nicht einem festgelegten Weg gefolgt. Doch ich wusste grob aus welcher Richtung ich gekommen war und machte mich somit auf den Weg. Nachdem ich meine Fußspuren im Schnee wieder gefunden hatte konnte ich auch dann, den Weg mit Leichtigkeit zurück gehen.

Abends habe ich dann für mich gekocht, natürlich über offenem Feuer. Ich habe Abends viel gelesen und zwei Bücher in der Zeit durchgelesen. Die Entdeckung der Langsamkeit und Populärmusik aus Vitula. Die Entdeckung der Langsamkeit passt natürlich sehr gut in das Winterliche Norwegen. Den wenn man irgendwo hingeht 034sieht man kaum Menschen, diese sitzen zu Hause vor ihrem Kamin. Aber auch zu meinen Leben. Ich bin ja schließlich sehr weit weg von dem hektischen westlichen Leben.

An dem Abend an dem die zwei Co-worker kamen. Tranken wir ein wenig Bier und machten einen Gedichtwettbewerb. Bei dem uns ein Wort gegeben wurde und wir ein Gedicht dazu zuschriben. Auch wenn ich nicht besonders Talentiert in so etwas bin, ist doch dieses ganz gut geworden:

Die Leiter

Immer höher will ich hinaus

Doch merke ohne Hilfe geht diese Lösung nicht auf

Ich will Nein ich muss es schaffen

kann es einfach nicht bei dem alltäglichen lassen

Angst davor nicht akzeptiert zu werden

Gedrückt zu werden gegen die Erde

Kleiner gemacht zu werden als ich bin

Das wäre für mich so unglaublich schlimm

So groß ist diese Angst in mir

Mag sein Groß sein ist nur eine Zier

doch die Angst gewinnt

und sie benebelt mich wie bei ein kleines Kind

So nehme ich die Leiter

steige höher und immer weiter

Fast den höchsten Punkt erklommen

Doch da ist das Bild im nu zerronnen

Bin auf dem Boden der Tatsachen zurück

Dacht ich doch ich hätte diesmal mehr Glück

Schau mich an mit großem Sorgen

Wird es auf jedenfall wieder versuchen und das morgen

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Das allein sein hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Man hat das Leben mal anders betrachtet besonders wie sparsam man mit Wasser sein kann, wenn man es immer selbst aus einem Fluss holen muss. Ich habe mich wirklich in die Vergangenheit zurückgeschmissen gefüllt. Doch auf eine positive Weise, ich hatte eine andere Zeitaufteilung. Ich denke auch das ich die Zeit konstruktiver genutzt habe, da ich nicht jede frei Minute ins Internet gegangen bin. Ich habe viel über mich nach gedacht, was ich bisher erlebt habe und was noch passieren kann. Ein kleinen Schritt weider haben mich die drei Tage auch gebracht. Ich weiß jetzt endlich das ich nach Norwegen anfange zu studieren. Was genau weiß aber immer noch, nur die Zukunft. Hat det bra 029

Schnee in Hogganvik

•Februar 11, 2009 • Kommentar schreiben

Im Dezember hatten wir das erstemal richtig Schnee und somit wurde dann natuerlich auch die Weihnachtsstimmung angeregt. Doch konnte man ja nicht einfach die Heugabel, oder was man sonst gerade in der Hand hatte auf den Boden werfen um sich den erst besten Schneeberg zu suchen und sich mit grosser Freude in ihn rein zu schmeissen. Somit musste man dan doch warten bis man Freizeit hatte. Bis dahin lief ich dann mit meinen gruenen Gumistiveln und dick eingepackt durch den Schnee und hinterliess braune Fussabdruecke. Die zerstoerten natuerlich das Bild, der Reinheit und Unberruehrtheit der Landschaft, aber was soll man machen der Schnee deckt nicht auch die Alltaeglichkeit ein. Ich vorher meine Kamara eingepackt hatte, ich musste ja schliesslich sollch einen Wintereinbruch, den man als Norddeutscher so 1831ja gar nicht mehr kennt festhalten. Ich versuchte natuerlich alles Festzuhallten was es so schoenes gibt. Unglaublich eindrucksvoll waren die Berge die den Fjord begrenzen, sie waren komplett weiss eingehuellt , ueber ihnen war der grau blau Himmel und zu ihren Fuessen das dunkel graue Fjordwasser, Man kann sich das kaum vorstellen wie eindrucksvoll dieses Bild war und ich meine mal gelesen zu haben das sich niemand etwas under einen Fjord vorstellen kann, bis er es selbst einen gesehen hat. Diese zwei Extreme weisse Berge und tiefe Fjorde liessen uns ueber schonheit der Natur pilosophieren, doch nicht lange denn die allgemeinen Schneeaktivitaeten mussten natuerlich auch gemacht werden. Schneeballschlachten und Schlitten fahren folgten. Ich lieh mir noch Langlaufski, in der Zeit aus, und versuchte mein Glueck. Doch die noetige Uebung  und Technik fehlte und so musste ich mit bedauern feststellen das ich mehr „Fallzeit“ als „Fahrzeit“ hatte. Es machte mir trotzdem sehr viel Spass und ich wusste das ich es aufjedenfall noch mal versuchen wuerde.210

Ueber Weihnachten war ich dan zu Hause also bei meinen Eltern und auch meine Schwester war zu Haus eund somit hatte ich ein relativ entspanntes Weihnachtsprogramm. Nachdem ich die Nacht auf den Osloer Flughafen verbracht hatte und ich dann noch mit dem Zug nach Rendsburg fahren sollte wurde ich zum Glueck von meiner Familie abgeholt und somit war die wiedersehens Freude um so groesser. Ich konnte meine Freund wiedersehen und mal richtig die Taller springen lassen. So mit normalen Preisen.

Am 30 war ich dan wieder in Hogganvik. Doch sollte das „normale Leben“ sprich Arbeiten erst wieder am 7 Jannuar weider losgehen und ich musste nur jeden 4 Tag in den Stall was natuerlich richtig entspannent war. Ich hatte somit mehr Zeit um meinen Langlaufkuenste zuverbessern und ganz viel Zeit an der Sauna weiter zubauen somit sind jetzt 2 Waende isoliert und Verkleidet. Die Fenster wurden neu gestrichen und verblentet und es macht jetzt auch mehr Spass auch mal im Winter  in die Sauna zu gehen. Sylvester war eher etwas ruhiger, wir feierten mit den Doerflern zusammen, doch wir fanden auch Zeit wir uns und konnten somit auch Anstossen. Das einzige bloede an der Sache war das wir uns um kurz vor Mitternacht die Grundsteinmetitation von Rudolf Steiner anhoeren mussten und zwar auf 2 Sprachen Deutsch und Norwegisch und so verzoegerte sich das alles und wir kammen erst 20 nach aus dem Versammlungshaus. Da war ich dann ja doch etwas entaeuscht. Das wurde jedoch wetgemacht dadurch das ich noch von Freunden angerufen wurden bin.219

Oslo und das Seminar

•Januar 19, 2009 • Kommentar schreiben

Das zweite Wochenende im November sollten alle Freiwillige nach Oslo fahren und dort zu einem Seminar. Das Seminar sollte hauptsächlich dazu dienen die anderen Co-worker aus den anderen 135Camphills in Norwegen und Schweden kennezulernen. Doch mussten wir dafür erst einmal nach Oslo kommen. Wir bekamen dazu den Freitag frei und fuhren am Donnerstag Abend mit dem Nachtbus nach Oslo. Eine 8 Stunden Busfahrt die uns nur wenig Schlaf könnte. Um 7 Uhr morgens standen wir auf wackligen Beinen und mit angeschwollenen Augen auf den Busterminal. Bevor wir überhaupt irgendetwas machen konnten mussten wir uns erstmal stärken, da kam uns dass Buffet frühstück doch gerade recht. Nach 3 Stunden essen und Literweise Kaffe fanden wir entlich Motivation in die Stadt zugehen. Wir teilten uns, da die eine Gruppe lieber Einkaufen wollten und die andere lieber die Stadt Erkunden wollte. Ich schloss mich der „Enddeckungsgruppe“ an.

Wir gingen an dem Schloss von Oslo vorbei um in den Vikelandpark zu gelangen. Auf dem Schlossplatz schrie gerade eine Gruppe von vielleicht Drittklässlern „ Wir wollen den König sehen“, ich haette mich ja fast dazu gestellt, denn es hatte wirklich den Tag einwenig lustiger gemacht. Doch sagte ich mir auch warum sollte der König bei so einer Wettersuppe hinaus komme.Am Boden zerstört über diese Tatsache, ging es durch die Straßen bis zum Vikelandpark.

Durch ein gigantisches Metalltor gelangte man in den Park. Dernorvegische Statt demonstriert dort wirkliche seine Reichtum. Den dieser Park besteht aus Plastiken und Skulpturen eines einzelnen Künstlers und eine kam nach der andern. Es war ein unglaublicher Eindruck.

Nachdem wir uns unsere Augen satt gesehen hatten mussten wir dann auch schon wieder zurück um die anderen einzusammeln. Die hatten sich ordentlich mit CDs und DVDs, für die dunklen Abend in Norwegen, eingedeckt. Wir schauten uns noch den Hafen und das Rathaus an. Gingen noch mit dem ganzen Gebäck einkaufen. Und schlussendlich musste man sich noch die neue Oper anschauen. Noch ein sehr exzentrischer Bau. Naja schön ist er ja aufjedenfall.

Wir nahmen den Bus bis nach Jevenacker ,ungefähr eine Stunde von Oslo enfernt, dort sollten das Seminar stattfinden, in einer anderen Camphill Einrichtung. Wir waren die ersten und durften uns somit auch die das beste Zimmer aussuchen. Ein kleiner Schlafsall, wo unsere Gruppe Platz finden konnte. Wir hatten auch ein kleinen Balkon, so musste man nicht immer die 2 Etagen runder um zu rauchen. Nach und nach trafen auch die andern ein. Lustige Vorstellungs runden. Endlich konnte man mal  andere Gesichter sehen. Neben den allgemeinen Seminarspielen hatte man auch sehr viel Zeit für sich und konnte sich gut mit den anderen Bekannt machen. Wir hatten ein schönes Lagerfeuer bei dem dan auch der Alc. einwenig floß, doch natürlich übertrieben wir nicht, denn so teuer wie das alles ist.

Nach 3 Tagen bei dem man so viel Zeit mit einander verbringt ist es natürlich auch schwer sich zu verabschieden. Doch immerhin man weiß man sieht sich wieder.

Halloween und Bergen

•November 23, 2008 • 1 Kommentar

So Leid es mir tut ich bin einfach nicht mehr zum schreiben gekommen. Doch als Entschuldigung werde ich euch gleich 2 Ereignisse beschreiben. Das erste ist Halloween gewesen. Zu diesem unglaublichen freuten Tag des Gruseln wurde in Hogganvik ein kleine „Disco“ veranstaltet. Doch denkt jetzt bloß nicht das es überhaupt etwas mit Disco zu tun hat. Viel mehr ist es eintreffen bei dem man Kuchen isst, Saft trinkt und Mama Mia Musik hört. Besonders auf die Nerven kann die Musik gehen, doch muss man sich ja dem Geschmack der Dörfler anpassen und seitdem sie Den Film gesehen haben, können sie gar nicht mehr genug bekommen.005

Doch war es sehr lustig da wir, also die jungen Mitarbeiter, uns zu dem Anlass verkleidet haben um die „Disco“ ein wenig in Schwung zu bringen. So waren wir dann auch fast die einzigen die ein Kostüm hatten. Naja im großen und ganzen war es ganz lustig, doch man muss man es auch so sehen das man sich nicht so verhält wie in der wirklichen Welt da ja immer noch die Dörfler da sind und man es ja eigentlich fast ausschließlich für diese auch veranstaltet.

Auch die Fahrt nach Bergen war im Großen und ganzen keine Freizeitfahrt, da ich mit meinem Haus dort hin gefahren bin. Das heißt auch mit den Dörfler die in meinem Haus wohnen. Doch möchte ich auch an dieser Stelle sagen, das man nicht alles als arbeitet bezeichnen sollte, sonst würde man in einer Camphill Einrichtung kaputt gehen, da man ja auch mit den Dörflern wohnt.

Wir fuhren am Samstag, nach der Holloween disco, die am Freitag war, mit dem Bus bis nach Haugesund. Von dort nahemen wir 3 Sunden das Boot durch die Fjord Landschaft. Doch leider gibt es in Bergen nur schlechtes Wetter und nachdem wir mit Sonnenschein abgefahren waren, war es in Bergen richtig kalt. Wir hatten Zeit uns die Stadt anzuschauen bevor wir im Hotel ein buchen konnten. Ich muss sagen, das mir die Stadt nicht so gut gefällt. Das alte Hanseatische Viertel ist natürlich der Hammer, doch der Rest der Stadt ähnelt sehr an andere große Städte. Ich bin aber auch der Meinung das es eine dumme Idee sein musss nach Norwegen zu reisen um eine Städtetour zu machen. 035

Am nächsten Tag war das Wetter noch schlechter und so machten wir einen kleinen Ausflug auf die Aussichtsplattform. Der Nebel hing jedoch in den Bergen und als wir auf der Plattform standen sahen wir außer einer breiten weißen Masse nichts. Da man sonst nicht viel machen konnten gingen wir noch in Museum aßen Kuchen und fuhren am Abend zurück nach Hogganik. Wahrscheinlich hätte ich viel mehr von Bergen mitgenommen wenn ich alleine dort gewesen wäre, da man ja auch sehr wahrscheinlich Norwegen kennen gelernt hätte. Mit Dörflern geht das jedoch nicht. 093

Erster Schnee

•Oktober 29, 2008 • 1 Kommentar

Ich weiß nicht voran es liegt aber jedes mal wenn ich ein freies Wochenende habe soll es nicht so laufen wie es geplant ist. So wollte ich das letzte Wochenende zum Lysfjord fahren und dort wandern gehen mit einer Übernachtung in einer der vielen Wanderhütten. Doch wiedereinmal hat das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das komplette Wochenende sollte mit Regen gesegnet sein. Hinzu kam dann noch das es keine gute Fährverbindung gab und so musste ich das Wochenende um planen. Da noch drei weitere Freiwillige freies Wochenende hatten haben zusammen geplant.

Der Plan stand nach kurzer Zeit, wir wollten die Umgebung von Hogganvik besichtigen. Da man das, aber nicht so gut mit den Bus machen konnte fragte ich, ob ich das Mitarbeiterauto haben könnte. Ich durfte und so machten wir uns am Samstag zeitig auf den Weg. Die Wetter vorhersage bewahrheitete sich und es regnete fast den ganzen Tag.

Unsere Anlaufstelle war ein Wasserfall bei dem 1870 eine Werkstatt gegründete wurde und durch die Wasserkraft Strom bekommen hatte. Es führte ein Wanderweg weiter und da wir ja auch eigentlich auch zum wandern gekommen waren machten wir uns auf den Weg. Doch weit kamen wir nicht, da der Weg total vom Regen überschwemmt war. Wir versuchten erst das Gebiet zu umlaufen, doch schlussendlich waren die Füße von meine Gewährten durchnässt und wir machten uns auf den Rückweg. Dem nicht genug fing es an zu regnen und als wir am Auto waren wir schon total durchnässt, hätten wir doch gleich die Regenhosen mitgenommen.

Wir fuhren erst mal weiter mit der Heizung auf voll Kraft, damit wir etwas trocknen. Wir fuhren dann nach Sauda und frühstückten am Hafen natürlich im Auto. Wir wollten uns danach noch die „Stadt“ anschauen. Bis auf einen enorm großen Kühlschrank mit snus, das meinen Begleiter erfreute und einem sehr kleinen Museum hatte die Stadt nicht viel zu bieten. Doch das Museum hatte sich dennoch gelohnt, da wir ein bisschen über die Geschichte der Umgebung Informiert wurden und noch mit dem Besitzer gesprochen haben( einem echten Norwegen).

Unsere reise folgte eine etwas länger Auto fahrt bis zu einem still gelegten Bergbau Stollen. Diesmal waren wir schlauer und zogen uns die Regenhosen an und machten uns auf den Weg. Doch leider wurden wir enttäuscht, denn außer ein paar beängstigten Brücken über Schluchten war nicht mehr viel vom Bergbau zu sehen.

So ging es weiter auf dem Weg und immer höher in die Berge. Bis wir Schnee sahen natürlich ohne es geplant zu haben hielten wir an und schauten uns um nach einer kurzen Schneeballschlacht fanden wir einen Wanderweg und gingen immer weiter durch den Schnee bis wir ungefähr auf der Hälfte der Strecke waren. Der Wind war so stark das wir nur noch auf den Schnee bedeckten Felsen krochen. Wir erkannten das wir nicht weiter gehen konnten und rutschten durch den Schnee zurück zum Auto. Das war natürlich viel einfacher als hoch und aus den nassen Socken, die durch den Schnee entstanden waren, denn stellen weise ist man bis zur Hüfte im Schnee versagt, heraus zukommen waren Motivation genug.

Die Socken wurden auf die Lüftung des Autos gelegt und die Fahrt führte weiter nach Rodal. Wir deckten uns kurz im Supermarkt mit Nahrung ein und gingen dann zur Stabkirche doch leider war sie geschlossen. Wir mussten nun an den Rückweg denken und so fuhren wir die andere Strecke über die Berge zurück. Durch kilometer lange Tunnel durch Schluchten und Wasserfällen. An einem mussten wir dann noch anhalten am Langfossen. Ein 650m hoher Wasserfall.

Wieder in Hogganvik waren wir dann so durch gefroren das wir nur noch in die Sauna gingen und kurz danach ins Bett.

Erstes freies Wochenende

•Oktober 21, 2008 • 2 Kommentare

Was macht man in einem Land das durch die Eiszeit geprägt ist und man die Spuren dieser Überall noch erkennt? Man geht natürlich wandern! Da die Städte in Norwegen nicht gerade Attraktiv sind und überhaupt nicht so viele in solchen los ist. Packt man lieber seinen Rucksack mit Proviant und Tee voll und klettert auf den nächst besten Berg.

So mit habe ich das gleiche auch gemacht. Mein erstes freies Wochenende sollte so mit mit einer Bergwanderung gefüllt werden. Ich wollte erst eigentlich alleine gehen und eine Nacht irgendwo in der Einsamkeit übernachten. Doch leider sollte mir das vorher gesagte Wetter einen Strich durch den Plan ziehen, denn am Sonntag sollte es regnen. Somit wurde aus der geplanten zwei Tages Wanderung ein Tages Ausflug.

Ich stand am Samstag um 8 Uhr auf um die Sachen zu packen. Besonders wichtig waren die neu gekauften Wanderschuhe, die ich mir vorher in Haugesund gekauft hatte. Nachdem alles gepackt war, holte ich noch die Freundin von Jenz ab. Sie war gerade zu Besuch bei ihrem Freund und hatte keine Lust das Wochenende im Haus zu verbringen und zu arbeiten. Da die Anfahrt das leichteste von allem war, nämlich einfach mit dem Boot von Hogganvik über den Fjord, ließen wir uns bei Boot klar machen Zeit. Die morgentliche Überfahrt war sehr ruhig.

Nachdem wir am Leuchtturm waren wurde das Boot fest gemacht und dann ging gleich die Wanderung los. Da es keinen Weg gab liefen wir erst einmal eine Stunde durch das Tundra Dickicht. Nach gut zehn Minuten wahren wir völlig durch genässt, doch trotzdem guter Laune, die durch die schöne Landschaft hervorgerufen wurde. Mit vor freute auf die Aussicht setzten wir unseren Weg fort und wir fanden Schluss endlich einen Weg. Es ging immer steiler und steiler herauf und leider ließen die Kräfte meiner Begleiterin nach. Wir legten nach dem der Weg geendet war eine Pause ein. Wir frühstückten auf einem Felsen mit Blick auf den Fjord.

Nach dem wir durch unserem herum sitzen völlig durch gekühlt waren entschieden wir uns, doch noch auf den Gipfel zu gelangen auch wenn der Weg geendet hatte. Wir mussten somit den Berghang hoch klettern und es hatte nicht mehr viel von Wandern. Ab und zu standen wir vor 10m hohen Felswänden um die wir umlaufen mussten um höher zu kommen. Genug zu trinken hatten wir zum Glück, da überall Bergflüsse waren. Endlich oben angekommen waren wir erschöpft durch den schweren Aufstieg. Doch es lohnte sich wirklich. Ein kalter Wind pfeifte uns um die Ohren aber kein Wunder wenn man 1000m hoch ist.

Wir machten eine kurze Pause in einer Berghütte, ich frage mich immer noch wie sie das Material wir diese auf den Berg bekommen, da es ja keinen Weg gab. Ich wollte eigentlich noch die letzten paar Meter hoch laufen, doch leider konnte Jule nicht mehr und so machten wir und auf den Rückweg, natürlich wieder ohne Weg. Es war wahrscheinlich auch die richtige Entscheidung zurück zu gehen, da es kurz danach anfing zu regnen an. Nicht mit dem Regen genug fiel ich auch noch in ein überwucherten Felsspalt. Doch war er zum Glück nicht so tief und so ging es es wieder zum Fjord. Jule konnte dann leider gar nicht mehr und ich sagte ihr das ich das Boot holen würde. Am Boot angekommen hatte sich das Seil von der Halterung gelöst. Ich hatte aber Glück das es in einer Bucht lag und es nicht so weit weg getrieben ist. Ich habe nur noch Jule abgeholt, wobei mir ein Ruder gebrochen ist, da wir versucht haben uns von der Felswand abzustoßen es aber so ein Unwetter war, hat es uns gleich wieder zurück getrieben. Total durch gefroren kamen wir in Hogganvik an. Nur noch duschen und was essen und ins Bett.

Bowling

•Oktober 15, 2008 • 1 Kommentar

Hi

Zwar ist der Bowling ausflug schon eine Weile her, doch ist es doch schon ein Grund mal einen Blog Eintrag  darüber zu schreiben. Denn so häufig kommt man dann ja doch nicht aus dem kleinen Hogganvik raus.

Also während ein kleiner Teil des Dorfes mit der Orchestertour in Oslo waren mussten der andere Teil in Hogganvik bleiben, denn die Kühe usw. müssen ja versorgt werden. Ich war einer der Personen die in Hogganvik geblieben sind da ich ja auch noch nicht so lange in Hogganvik war und noch keine Orchesterprobe mit gemacht hatte. Doch durften die jenigen, die im Dorf geblieben waren auch einen Ausflug machen, zwar nicht so lange, doch besser als gar nichts. Wir nahmen als erstes den Bus nach Ropeid mussten dan mit der Fähre nach Sand rüber und dan noch bis ins Kulturhaus laufen. Alles lief ohne zwischen Fälle, man weiß ja nie ob die Dörfler gerade einen Anfall bekommen oder nicht.

Es war insgesamt sehr lustig da viele, das erste mal Bowlingspielen waren und manche Dörfler echt nicht wussten wie das Spiel überhaupt funktioniert. So wurde z.b die Kugel anstatt auf die Bahn zu schmeißen einfach hochgewurfen oder hingelegt und mit dem Fuss angetickt so dass sie ganz langsam auf die Kegel zu rollte. Hier könnte euch bestimmt vorstellen wie lustig das augesehen haben muss. Lustig muss es aber auch für die Norweger gewesen sein die uns gesehen haben. Deutsch usw weider sprechende Gruppe die plötzlich alles auf Norwegisch bespricht. Nach 2 Stunden mussten wir dan doch wiedr zurück. Die gleiche Hinweg war auch unser Rückweg. Doch vorher musste noch Schokolade und Bier gekauft werden. Ein teurer Spaß fast 10 € die 6 Flaschen, aber was sollst man kann ja fast sowie so nichts Ausgeben wenn man in Hogganvik lebt und nur selten rauskommt.  vis ses Mathis

Arbeit und ein wenig Freizeit

•Oktober 5, 2008 • 2 Kommentare

Lang lang ist her das ich meinen letzten Blogartikel geschrieben habe, und wie man sich bestimmt vorstellen kann ist wieder eine ganze menge passiert. Ich möchte damit anfangen, zu beschreiben was ich eigentlich in Hogganvik mache. Wie ich schon geschrieben habe bin ich auf der Farm angestellt. Das heißt, dass ich mich hauptsächlich um die Tiere kümmern muss. Ich muss sie morgens füttern, die Kühe auf die Weide bringen, und den Stall säubern. Das nimmt natürlich nicht den ganzen Arbeitstag in Anspruch. Danach bin ich meistens damit beschäftigt die Zäune zu reparieren oder gleich neue zu bauen. Ich ziehe somit durch die Landschaft von und die Ländereien von Hogganvik. Außerdem muss ich noch Tiere von Weiden holen und auf neue bringen. Das ist das Gerüst meiner arbeit, doch kommen meistens noch kleine Aufgaben dazu wie Fleisch schneiden etc. Wenn ich nicht gerade Melkwoche habe, was heißt das ich die Kühe um 6:00 zum melken holen muss, stehe ich um 7:30 auf um um zu Frühstücken die Arbeit beginnt dann um halb neun. Am Wochenende bin ich meistens nicht im Stall da wird in den Häusern gearbeitet sie werden geputzt und aufgeräumt. Am Sonntag ist keine Arbeit sondern nur eine Versammlung am Morgen.

Einmal in der Woche hat man einen freien Tag an dem man meistens dann länger schläft. Die restliche Freizeit verbringt man mit den anderen Co-workern. Man geht nach dem Mittagessen zum Strand macht Abends Lagerfeuer, Bootstouren, Saunagänge oder schaut sich Filme an. So sieht meine Woche in Hogganvik aus.

Wandern? Schafe einfangen!

•September 17, 2008 • 2 Kommentare

Ich bin jetzt seit über einer Woche in Norwegen und ich habe schon sehr viel erlebt. Wie ich schon im letzten Artikel geschrieben habe, war ich gleich an meinem zweiten Tag in Hogganvik mit Jan( Mein Chef und deutscher Aussteiger) in den Bergen in der nähe von Sauda um Schafe einzufangen. Das soll heißen, dass ich am 11. September um fünf Uhr morgens aufstehen musste, beladen mit meinen großen Rucksack und in die Berge gefahren bin. Um 7 waren wir ungefähr in der Hütte in der wir übernachten sollten. Diese hatte weder fließend Wasser noch Strom.

Die anderen Schafbauern waren schon da. Ich sage zwar Bauern, doch in wirklichkeit sind es gar keine Bauern sondern machen es eher als Hobby, da die Schafzucht in den Bergen nicht rentabel ist, wenn man es auf die Arbeitsstunden hoch rechnet und die Schafzucht hat einen traditionellen Stellenwert, so war zum Beispiel auch ein Politiker dabei. Kurz nachdem ich angekommen war gingen wir auch schon los um das Weidegebiet zu durchghen. Wir brauchten ca 4 Stunden um das Gebiet bis zum Ende zu durch laufen. Es führte durch eine Schlucht die von beiden Seiten von Bergen begrenzt wurde. Doch auf keinen Fall Berge, wie man sie vielleicht kennt, sondern eher eine Steinwand die 1400m in die Höhe geht. Nach jeden 500m kam ein neuer Gebirgsfluss, der unsern Durst stillte und überall wuchsen Blaubeeren. Wir kamen an mehreren kleine Hütte vorbei die eine war so halt, dass sich damals während des 2ten Weltkrieges die norwegischen Milzkämpfer dort versteckt haben. Ich durfte in diese Hütte und in der den Gardinen wurde das Zeichen des norwegischen Königs gezeichnet.

Nachdem wir das Ende erreicht haben wurden wir getrennt und mit Walkietalkies ausgestattet. Wir haben uns auf beide Bergseiten aufgeteilt. So hatte man immer einen Menschen über sich und unter sich und so wusste man wie schnell man sich bewegen durfte so wurden die Schafe vor einen her getrieben. Das hört sich jetzt leichter an als es wirklich ist, denn manchmal sind sie durch die “ Menschenwand“ durchbrachen und dann musste man um die Schafen her rennen, indem man den Berg schräg hoch rannte und dann wieder runter um plötzlich vor ihnen zustehen und dass die ganze Strecke zurück. Weniger anstrengent war es für die, mit Schäferhunde. Man muss sich das so vorstellen, wie in alten schwarz und weiß Filmen, Männer mit Stock und Hunde an unglaublich steilen Felswänden. Manche Norwegen sahen auch noch genau so aus als ob sie aus dem letzten Jahrhundert kamen, mit ihrer Wanderausrüstung. Die Schafe wurden dann in auf eine begrentzte Weide, in der nähe der Hütte gebracht.

Als wir dann wieder in der Hütte wurde eigentlich nur noch gekocht( auf Gas natürlich ) und gegessen und dann wurde geschlafen. Man war es kalt in der Nacht. Am nächsten Tag stand man um 6 auf es wurde gefrühstückt und dann gleich los, doch an diesem Tag nur nur bis zur Hälfte des Gebietes. Dafür jedoch auch höher. Ich durfte bis auf ca. 1500m hoch. Eigentlich folgte das gleiche Szenario. An diesem Abend trank ich noch ein paar mit einem Norwegen der seinem Onkel half und aus Haugesund kam. So habe ich gleich eine Anlaufstelle in Haugesund. Insgesamt waren alle Norwegen sehr nett zu mir und haben versucht mir alles zu erklären. Am Samstag wurde nur noch in der nährern umgebung gesucht und die Schafe die sich auf Felsvorsprüngen festgesetzt hatten wurden erschossen. Dann wurden sie gegen 4 abgeholt. Vis ses Mathis

Die ersten Eindrücke

•September 14, 2008 • 1 Kommentar

Also ich bin in Hogganvik sehr gut angekommen und mir geht es bis jetzt noch ziemlich gut. Auch die Einrichtung ist wunderschön. Sie liegt zwischen Haugesund und Sauda und direkt an einem Fjord, den man auch zu Fuß erreichen kann um sich zu baden. Er ist natürlich ziemlich kalt, aber gemacht habe ich es natürlich gleich an meinem ersten Tag in Hogganvik( will ja schließlich als waschechter Wikinger wiederkommen(: )

Die Einrichtung selbst besteht aus Vier Häusern in denen die Dörfler wohnen. Sie haben unterschiedliche Farben, weiß, blau, rot und braun. Ich wohne im weißen Haus und habe sogar in meinen Zimmer Internet.

Blick aus meinem Fenster

Sonst hat die Einrichtung noch eine Käserei, Tischlerei, Gärtnerei, Försterei, ein Versammlungshaus, ein Büro Haus und die Farm. In der Farm soll ich Arbeiten, da dieses eine Anspruchsvolle Aufgabe ist und ich viel zu tun haben werde ich weniger im Haus zu tun haben. Ich muss euch aber auch sagen, dass ich immer noch nicht so genau weiß was ich machen werde, da ich bisher nur einen Tag in Hogganvik war. Denn gleich am ersten Tag hat mich Jan, der Bauer auf dem Hof, gefragt ob ich Schafe einfangen möchte. Dies sollte in der nähe von Sauda auf der Bergwiese statt finden. Ich habe natürlich eingewilligt und bin somit drei Tage in den Bergen gewesen.

Ansonsten macht das Leben bisher sehr viel Spaß die Co-worker sind alle sehr nett und es wird romanisch, tschechisch, englisch, deutsch und norwegisch gesprochen. Dadurch ist hier sehr viel los und man vergisst was das man in der Einöde ist. Das kann aber auch daran liegen, das wir hier ein Sauna ein Boot, mit dem wir auf den Fjord fahren dürfen, zum angeln etc. haben. Wir dürfen sogar eins der Autos von Hogganvik benutzen um ein bisschen die Städte und die Landschaft zu erkunden. Ihr könnt sehen mir geht es gut.