Kurz nach meinen Ferien in Deutschland hatte ich zwei Wochen später schon wieder Ferien. Ich wollte eigentlich hoch in den Norden um das Nordlicht zu sehen, doch sollte das Wetter eher aus Regen bestehen und nicht aus dem von mir gewünschten Schnee. Hinzu kam noch das ich nicht die nötige Ausrüstung hatte und nicht das nötige Kleingeld. Da die Flüge dort hin echt teuer sind. Die Erfahrung für eine Schneeexpedition in den Berge fehlte auch auch und außerdem war ich auch noch allein, was hätte tödlich( laut den Norwegern, die ich gefragt hatte) enden können. Ich musste mir also eingestehen, das ich mal wieder zu eifrig war und so musste ich kurz alle meine Pläne die ich mir so schön in meinen Kopf ausgedacht hatte, um schmeißen. 
Doch ließen die Ideen nicht lange auf sich warten, und so machte ich mich mit ausreichender Ernährung und warmer Kleidung am Sonntag den 21.1 auf den nächsten Berg in der Umgebung von Hogganvk. Dort Übernachtete ich in einer kleinen Hütte ohne Strom und fließend Wasser. Es kamen an einem Abend noch zwei weitere Co-worker für die Nacht in die Hütte, sonst war ich die drei Tage allein. Vielleicht ist es für viele unverständlich, was man so ohne Technik so macht, um sich nicht zu langweilen. 
Ich machte Tagsüber Wanderung durch die Landschaft rund um Hogganvik. Ich kletterte auf Berge und genoss die Aussicht auf den Fjord. Machte Pause unter Felsvorhängen, sah die schönsten Orte für
Sommerhäuser und erfreute mich über den Sonnenuntergang am Fuße des Fjords. Am letzten Tag hatte ich dann noch mal wieder richtig viel Glück den es fiel den ganzen Tag über Schnee und er blieb nur auf den Bergen liegen. Das hieß natürlich, dass ich am letzten Tag durch den Schnee wandern konnte. Ich stieg also noch ein wenig höher auf den Berg und gelangte so zu einem Bergplateau, von dem ich den nächsten Berg sehen konnte. Mein Ehrgeiz packte mich ich wollte unbedingt zu diesem Koloss gelangen. Und wieder einmal war ich zu eifrig, denn die Entfernung die ich vom Plateau geschätzt hatte entsprach natürlich nicht der wirklichen, und so fing es langsam an zu
dämmern und tauchte die Landschaft in ein dunkel blau. Ich musste mich also auf den Rückweg machen. Doch ich hatte mich durch die Tundravegetation geschlagen und war nicht einem festgelegten Weg gefolgt. Doch ich wusste grob aus welcher Richtung ich gekommen war und machte mich somit auf den Weg. Nachdem ich meine Fußspuren im Schnee wieder gefunden hatte konnte ich auch dann, den Weg mit Leichtigkeit zurück gehen.
Abends habe ich dann für mich gekocht, natürlich über offenem Feuer. Ich habe Abends viel gelesen und zwei Bücher in der Zeit durchgelesen. Die Entdeckung der Langsamkeit und Populärmusik aus Vitula. Die Entdeckung der Langsamkeit passt natürlich sehr gut in das Winterliche Norwegen. Den wenn man irgendwo hingeht
sieht man kaum Menschen, diese sitzen zu Hause vor ihrem Kamin. Aber auch zu meinen Leben. Ich bin ja schließlich sehr weit weg von dem hektischen westlichen Leben.
An dem Abend an dem die zwei Co-worker kamen. Tranken wir ein wenig Bier und machten einen Gedichtwettbewerb. Bei dem uns ein Wort gegeben wurde und wir ein Gedicht dazu zuschriben. Auch wenn ich nicht besonders Talentiert in so etwas bin, ist doch dieses ganz gut geworden:
Die Leiter
Immer höher will ich hinaus
Doch merke ohne Hilfe geht diese Lösung nicht auf
Ich will Nein ich muss es schaffen
kann es einfach nicht bei dem alltäglichen lassen
Angst davor nicht akzeptiert zu werden
Gedrückt zu werden gegen die Erde
Kleiner gemacht zu werden als ich bin
Das wäre für mich so unglaublich schlimm
So groß ist diese Angst in mir
Mag sein Groß sein ist nur eine Zier
doch die Angst gewinnt
und sie benebelt mich wie bei ein kleines Kind
So nehme ich die Leiter
steige höher und immer weiter
Fast den höchsten Punkt erklommen
Doch da ist das Bild im nu zerronnen
Bin auf dem Boden der Tatsachen zurück
Dacht ich doch ich hätte diesmal mehr Glück
Schau mich an mit großem Sorgen
Wird es auf jedenfall wieder versuchen und das morgen

Das allein sein hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Man hat das Leben mal anders betrachtet besonders wie sparsam man mit Wasser sein kann, wenn man es immer selbst aus einem Fluss holen muss. Ich habe mich wirklich in die Vergangenheit zurückgeschmissen gefüllt. Doch auf eine positive Weise, ich hatte eine andere Zeitaufteilung. Ich denke auch das ich die Zeit konstruktiver genutzt habe, da ich nicht jede frei Minute ins Internet gegangen bin. Ich habe viel über mich nach gedacht, was ich bisher erlebt habe und was noch passieren kann. Ein kleinen Schritt weider haben mich die drei Tage auch gebracht. Ich weiß jetzt endlich das ich nach Norwegen anfange zu studieren. Was genau weiß aber immer noch, nur die Zukunft. Hat det bra 

Im Dezember hatten wir das erstemal richtig Schnee und somit wurde dann natuerlich auch die Weihnachtsstimmung angeregt. Doch konnte man ja nicht einfach die Heugabel, oder was man sonst gerade in der Hand hatte auf den Boden werfen um sich den erst besten Schneeberg zu suchen und sich mit grosser Freude in ihn rein zu schmeissen. Somit musste man dan doch warten bis man Freizeit hatte. Bis dahin lief ich dann mit meinen gruenen Gumistiveln und dick eingepackt durch den Schnee und hinterliess braune Fussabdruecke. Die zerstoerten natuerlich das Bild, der Reinheit und Unberruehrtheit der Landschaft, aber was soll man machen der Schnee deckt nicht auch die Alltaeglichkeit ein. Ich vorher meine Kamara eingepackt hatte, ich musste ja schliesslich sollch einen Wintereinbruch, den man als Norddeutscher so
ja gar nicht mehr kennt festhalten. Ich versuchte natuerlich alles Festzuhallten was es so schoenes gibt. Unglaublich eindrucksvoll waren die Berge die den Fjord begrenzen, sie waren komplett weiss eingehuellt , ueber ihnen war der grau blau Himmel und zu ihren Fuessen das dunkel graue Fjordwasser, Man kann sich das kaum vorstellen wie eindrucksvoll dieses Bild war und ich meine mal gelesen zu haben das sich niemand etwas under einen Fjord vorstellen kann, bis er es selbst einen gesehen hat. Diese zwei Extreme weisse Berge und tiefe Fjorde liessen uns ueber schonheit der Natur pilosophieren, doch nicht lange denn die allgemeinen Schneeaktivitaeten mussten natuerlich auch gemacht werden. Schneeballschlachten und Schlitten fahren folgten. Ich lieh mir noch Langlaufski, in der Zeit aus, und versuchte mein Glueck. Doch die noetige Uebung und Technik fehlte und so musste ich mit bedauern feststellen das ich mehr „Fallzeit“ als „Fahrzeit“ hatte. Es machte mir trotzdem sehr viel Spass und ich wusste das ich es aufjedenfall noch mal versuchen wuerde.

Camphills in Norwegen und Schweden kennezulernen. Doch mussten wir dafür erst einmal nach Oslo kommen. Wir bekamen dazu den Freitag frei und fuhren am Donnerstag Abend mit dem Nachtbus nach Oslo. Eine 8 Stunden Busfahrt die uns nur wenig Schlaf könnte. Um 7 Uhr morgens standen wir auf wackligen Beinen und mit angeschwollenen Augen auf den Busterminal. Bevor wir überhaupt irgendetwas machen konnten mussten wir uns erstmal stärken, da kam uns dass Buffet frühstück doch gerade recht. Nach 3 Stunden essen und Literweise Kaffe fanden wir entlich Motivation in die Stadt zugehen. Wir teilten uns, da die eine Gruppe lieber Einkaufen wollten und die andere lieber die Stadt Erkunden wollte. Ich schloss mich der „Enddeckungsgruppe“ an.



























